UNESCO-Projekttag 2008„Nebeneinander - Miteinander - Heimat finden. Wie viel Integration brauchen wir?“ |
das sind wir
Die Plattform für das Projekt „Das sind Wir“ bildete ein von zwei 8.Klassen gemeinsam gestalteter Vormittag als Einführung zur Lektüre eines Jugendromans im Religionsunterricht.
Der Roman ‚Blueprint’, erzählt die Geschichte einer hochbegabten Pianistin, die unheilbar an Multiple Sklerose erkrankt ist und sich klonen lässt, um ihr Können weiterzugeben.
Im Gespräch stellte sich für die Schüler und Schülerinnen die Frage nach der eigenen Identität in radikaler Weise: Was bleibt von dem Individuum, wenn es mit biotechnischen Methoden möglich ist, identische Lebewesen zu produzieren? Worin ist das Persönliche einer jeden Person zu sehen?
– Themenfindung durch Wörter sammeln
Ziel des gemeinsamen Vormittags war es, miteinander ins Gespräch zu kommen über die Frage „Wer bin ich?“, über Gegenwart und Zukunft, über Schule und Familie, über Gefühle, über Träume...
Das gibt’s von mir zu erzählen. Das mag ich besonders. So seh ich aus. Hier gefällt es mir am besten. Das kann ich. Da denk ich nicht gerne dran. Nach der Schule möchte ich...
„...für den Fall, daß ich eines Tages nicht mehr sprechen will, erinnere ich mich an meine zehn Lieblingswörter.“ (Wilhelm Genazino)
Ausgehend von diesem Zitat haben die Schüler und Schülerinnen mit der Methode des Assoziativen Schreibens Wortfelder erstellt und sich daraus ihre 10 Lieblingswörter oder Hauptwörter ausgesucht, Begriffe, in denen sich aktuell ihr eigenes Leben spiegelt.
Das Sammeln der eigenen Hauptwörter, sowie deren entsprechende Ausgestaltung auf Plakate zeigen bereits an, dass es zu den Wörtern Themen gibt, an denen die Jugendlichen interessiert sind, die ihr Lebensgefühl als Einzelne aber auch als Jahrgangsstufe widerspiegeln -
NEBENEINANDER – MITEINANDER.
Die Darstellung der Hauptwörter geschah später nicht durch unterschiedliche Farbe und Größe, sondern im Quadrat und wurde auf ein großes Banner gedruckt. Alle Wörter (alphabetisch von den Schülern geordnet) sind gleich wichtig. Schülerinnen und Schüler initiieren einen Prozess, in dem ihre Themen zu Tage gefördert und zu einem Schrift-Bild gestaltet werden, in dem sie selbst anschaulich werden.
Das Innere nach Außen bringen
Den Geschichten, Erlebnissen und Erfahrungen, auch Sehnsüchten, Ängsten, Träumen und Hoffnungen, die sich mit den Wörtern verbinden Ausdruck zu geben, dazu sollten die nachfolgenden Schritte anregen:
Die Schülerinnen und Schüler fotografierten sich gegenseitig, die eigenen Hauptwörter gaben den Rahmen für Portraittexte.
Texte, Wörter und Bilder ergaben eine Ausstellung: DAS SIND WIR!
8b und 8g
im Mai und Juni 2008
Fotos und Text: A. Weiß
|
|