Mosambik grenzt im Norden an Tansania, im Osten an die Straße von Mosambik im Indischen Ozean, im Süden und Südwesten an Südafrika und Swasiland, im Westen an Südafrika und Zimbabwe und im Nordwesten an Sambia, Malawi und den Malawisee.
Mit 799 380 km² ist Mosambik mehr als doppelt so groß wie Deutschland. © Microsoft, Encarta Weltatlas 2001
Mosambik hat im Norden und im Zentrum ein tropisches Klima und im Süden ein subtropisches Savannenklima mit einer trockenen Jahreszeit von April bis Oktober. Im Juli (Winter) erreichen die Temperaturen durchschnittlich 21 °C in Pemba im Norden und 18 °C in Maputo im Süden. Die durchschnittlichen Januartemperaturen (Sommer) liegen bei etwa 27 °C an der Küste und in den Hochlandregionen darunter. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag beträgt circa 1 500 mm im Norden und sinkt Richtung Süden auf 400 mm.
Mosambik wird zu etwa zwei Fünftel durch Küstenebenen geprägt. Im Landesinneren erhebt es sich im Westen zu einer Reihe niedriger Hügel und Hochländer, mit durchschnittlichen Erhebungen um 1 000 m, um schließlich bis zum Monte Binga, dem höchsten Berg des Landes (2 436 m) in der Nähe der Westgrenze, und zur Serra Namúli im Norden anzusteigen. Den westlichen Rand des Ostafrikanischen Grabensystems, das hier vom Malawisee (Njassasee) und dem Fluss Shire eingenommen wird, bildet das Angonia-Plateau im Nordwesten. Die Böden sind im Allgemeinen unfruchtbar. Eine Ausnahme stellen nur die von Flüssen gebildeten Auenböden in den Tälern und Teile des Angonia-Plateaus dar. Mosambik verfügt über zahlreiche Flüsse, die von den gebirgigen Höhenzügen im Westen zur Straße von Mosambik im Osten fließen. Zu den wichtigsten und größten Wasserstraßen gehört der Sambesi, dessen Oberlauf durch den künstlich angelegten Cabora Bassa-Damm zu einem riesigen See aufgestaut wurde. Ebenfalls von Bedeutung sind der Rovuma, der einen Teil der Grenze zu Tansania bildet, sowie der Sabi und der Limpopo. Der Malawisee markiert die Grenze zu Malawi und fließt in südlicher Richtung über den Shire in den Sambesi ab. © Microsoft, Encarta Weltatlas 2001
Die Landwirtschaft hat im Wirtschafts- und Gesellschaftsleben Mosambiks eine zentrale Stellung. Mehr als zwei Drittel der mosambikanischen Bevölkerung lebt in ländlichen Gegenden. Die Landwirtschaft hat für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung eine große Bedeutung für den Lebensunterhalt, die Beschäftigung und die Einkommenserwirtschaftung. Die Landwirtschaft ist und wird in absehbarer Zeit die wichtigste Akkumulationsquelle der mosambikanischen Volkswirtschaft bleiben. Die Landfrage verkörpert für viele Mosambikaner nicht nur eine Eigentumsfrage. Land ist für sie mehr als ein Produktionsfaktor. Vielmehr basieren Lebensweise und Wertvorstellungen der Masse der Mosambikaner auf ihrem Verhältnis zum Land. © http://www.dse.de/za/lis/mozambi/landentw.htm
Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg ist Mosambik mit einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von 230 US-Dollar (1998) pro Kopf heute eines der ärmsten Länder der Welt. In den langen Jahren des Bürgerkriegs vernachlässigte Mosambik seine Umweltsituation. Mit der 1992 erfolgten Unterzeichnung des Friedensvertrages und den freien Wahlen im Jahr 1994 begann Mosambik, die Umweltschäden aus der Kriegszeit langsam zu beheben.
Während des Bürgerkriegs wurden unzählige Landminen in Mosambik gelegt. Berichten der Vereinten Nationen (UN) zufolge befinden sich immer noch drei Millionen nicht gezündeter Antipersonenminen in den ländlichen Gebieten. Die Zivilbevölkerung und Großwild, wie z. B. Elefanten, wurden durch explodierende Minen verletzt oder getötet. Durch den Mangel an entsprechenden medizinischen Versorgungseinrichtungen in Mosambik können Verletzungen durch Landminen für die Betroffenen tödlich verlaufen. Die Vereinten Nationen haben Übungsprogramme ins Leben gerufen, in denen die Einwohner Mosambiks Anleitung und Hilfe zur sicheren Entfernung und Zerstörung nicht gezündeter Antipersonenminen erhalten. Seit 1997 ist in Mosambik die Produktion, der Verkauf und der Transport von Landminen verboten.
Unter der portugiesischen Kolonialherrschaft, die bis 1975 andauerte, wurden in Mosambik eine Reihe von Naturparks geschaffen. Während des Bürgerkriegs waren nur 21 km² Land als geschützt ausgewiesen. Der Staat besaß damals die kleinste Fläche an Naturschutzgebieten unter allen afrikanischen Ländern. Seit dem Ende des innerstaatlichen Konfliktes in Mosambik wurden jedoch die ehemaligen Schlachtfelder in große Nationalparks und Naturschutzgebiete umgewandelt. Wälder nehmen in Mosambik 21,5 Prozent (1995) der Fläche ein. 41 (1996) Tierarten sind vom Aussterben bedroht.
Das Land ist stark von der Subsistenzwirtschaft geprägt, 77 Prozent (1998 geschätzt) der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Allerdings werden nur 0,136 Prozent (1997) der Landesfläche Mosambiks bewässert, und die Einwohner nutzen lediglich 3,8 Prozent (1997) des Landes als Ackerland. Regelmäßige Dürren tragen zur fortschreitenden Desertifikation des Ackerlandes bei. Durch das jährliche Bevölkerungswachstum von 2,52 Prozent (2000 geschätzt) geraten Umwelt und Ressourcen Mosambiks weiter unter Druck.
© Microsoft, Encarta Weltatlas 2001