Wasser – Weltproblem Nr. 1

 

1.   Einführung: Die Lehrerin zeigt ein T-Shirt und fragt die Schülerinnen und Schüler, was dieses T-Shirt mit dem Thema Wasser zu tun hat.

2.   Klassengespräch: Die Schüler vermuten und diskutieren.

3.   Die Lehrerin informiert: Nachdem wir unseren persönlichen und direkten Wasserkonsum unter die Lupe genommen haben (Lektionsreihe « Wasser – unser täglich Brot), wollen wir uns mit dem so genannten indirekten Wasserkonsum, das heißt mit dem Wasserverbrauch beschäftigen, der in unseren Konsumgütern versteckt ist – wie zum Beispiel in diesem T-Shirt. Was meint ihr, wie viel Wasser ist in diesem Leibchen «versteckt»?

4.   Die Schülerinnen raten: evtl.. kleiner Wettbewerb: Die Schüler schreiben ihre Vermutung auf einen Zettel. Wer der gesuchten Zahl am nächsten kommt, erhält einen kleinen Preis.

5.   Die Lehrerin schreibt an die Wandtafel: Für die Erzeugung von einem T-Shirt werden bis zu 23’000 l Wasser benötigt.

 

Tafel:              Zur Herstellung dieser Produkte werden folgende Wassermengen benötigt:

1 kg Recyclingpapier (ca. 200 Blatt): 2.5 l*

1 kg Hochglanzpapier (ca. 200 Blatt): 8 l*

1 l Orangensaft: 179 l* bis 591 l*

1 T-Shirt: 8'000 l* bis 23’000 l

1 kg Kunststoff: 800 l

1 Paar Damenschuhe: 125 l*

1 kg Rindfleisch: 250 l* bis 5'700 l**

1 kg Zucker: 1’500 - 3’000 l

1 l Süßgetränk: 50 l

1 kg Stahl: 100 l

1 kg Tomaten: 30 l

1 kg Brathähnchen: 3’500 l

1 kg Reis: 1’900 l

* Classen/Jungbluth 2002, Fallstudie „Bewertung der Wassernutzung und

Verschmutzung für Konsumgüter“

** Zehnder 1997, Jahresbericht der EAWAG

 

6.   Die Lehrerin verteilt das Arbeitsblatt «Wasser – Weltproblem Nr. 1»

7.   Die Schüler lesen den Text auf dem Arbeitsblatt «Wasser – Weltproblem Nr. 1». Sie unterstreichen die Wörter, Begriffe und Zusammenhänge, die sie nicht verstehen. Die Lehrerin klärt die Verständnisfragen und stellt mit Rückfragen sicher, dass die Schüler den Text von Jürgen Trittin verstanden haben: Was ist ein Weltgipfel? Was versteht man unter nationalen und kommunalen Regierungen? Was meint er mit globaler Mittelschicht und mit globalem Akteur? Was ist ein ökologischer footprint? Was meint er «mit dem Verbraucher des Nordens auf Land und Ressourcen des Südens herum trampeln»? Welcher Vorwurf richtet sich an uns alle? Warum?

8.   Klassengespräch: Was können wir aus den beiden Diagrammen auf dem Arbeitsblatt herauslesen?

• dass wir durch den Kauf von Produkten, vor allem aus Entwicklungsländern, indirekt wertvolles Trinkwasser konsumieren.

• dass die Menschen in diesen Ländern dieses Trinkwasser zum Überleben dringend brauchen.

• dass Wohlbefinden und Gesundheit der Menschen direkt abhängig ist von der Wasserqualität.

• dass die Organisation der täglichen Wasserration in vielen Ländern äußerst aufwändig ist.

• dass die Wasserbeschaffung den ganzen Lebensrhythmus bestimmt und daneben kaum mehr viel Zeit für anderes bleibt, wie Nahrungsbeschaffung, Bildung etc.

• dass wir durch unser Konsumverhalten etwas zur Verbesserung der Trinkwasserproblematik beitragen können.