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Kinderarbeit, nicht mit uns?!“ die
JANUN-Schultour 2005 |
Die Tour...Vom 20. bis 30.
September sind wir erfolgreich durch Niedersachsen gefahren
und haben 8 Schulen mit unserem motivierten Team besucht.
Dabei waren 4 ReferentInnen aus Peru, Kolumbien und
Deutschland, die eigene Erfahrungen aus Lateinamerika, Indien
und Kambodscha erzählt haben.
~ Das Thema: Kinderarbeit, Kinderrechte
& fairer Handel. ~ Das Ziel: die Schultour war ein
Anstoß, um nachher verschiedene Aktivitäten in der Schule
durchzuführen, faire Produkte in die Schule zu bringen und
damit das Thema für die Jugend bekannter zu machen.
Ansprechende Information ist ja der erste Schritt, um
etwas zu ändern, und das war das Ziel der Schultour.
Was ist denn da
gelaufen?Während der Schultour „Kinderarbeit- nicht mit
uns?!“ bekamen SchülerInnen die Möglichkeit, einen Einblick in
die Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen in anderen
Teilen der Welt zu erlangen. Im Gegensatz zum alltäglichen
Unterricht haben sie Informationen aus „erster Hand“ erhalten,
da die ReferentInnen von ihren eigenen Erfahrungen vor Ort
berichteten. Ihre Berichte waren dann deutlich intensiver,
interessanter und auch glaubwürdiger als vergleichbare
Beispiele aus einem Schulbuch. So haben wir es auch vom
Feedback nach der Schultour erhalten. Zudem ist die Aktualität
der Informationen gerade wegen der oftmals sehr schnellen und
von uns kaum wahrgenommenen Veränderungen in den Entwicklungs-
und Schwellenländern von großer Bedeutung. Gerade das Thema
Kinderarbeit wird oft sehr „schwarz-weiß“ betrachtet, die
Arbeit von Minderjährigen wird meist generell verurteilt.
Durch Diskussionen mit den ReferentInnen haben die Schüler
gelernt, andere Sichtweisen kennen, und so konnte man eine
intensive und differenzierte Auseinandersetzung der
SchülerInnen mit diesem und auch den weiteren Themen
erreichen. Die persönliche Begegnung mit Menschen, die von
ihren eigenen Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern berichten
war nicht nur ein Mittel, sondern auch ein Ziel des Projektes.
Bewusst haben wir deshalb ReferentInnen eingeladen, die selbst
von einem anderen Kontinent stammen und von ihrer Arbeit dort
erzählt haben. Die Ergebnisse waren großartig! Die Schüler,
die Lehrer und das Team haben viel gelernt, viel Neues
erfahren und würden gerne wieder an so eine Tour teilnehmen!
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Die
ReferentInnen und ihre Projekte...
Während eines Projekttages waren 3
ReferentInnen an der Schule. Da Frau Heredia nur während der
zweiten Woche an der Schultour teilnehmen konnte, werden 4
ReferentInnen vorgestellt.
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| Frau Lucy Borja de
Bazán stammt aus Lima (Peru). Sie ist
Sozialarbeiterin und leitet dort seit 1988 das
Straßenkinder-Projekt „Generación“, das sie auf der Schultour
vorstellen wird. Schwerpunkt ihres Vortrages war die
„Unterstützung von arbeitenden Kindern und ihren Rechten“. Der
Workshop von Frau Borja de Bazán wurde vom Spanischen ins
Deutsche übersetzt. |
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| Frau Angie Heredia
Borja stammt aus Kolumbien und lebt seit 8 Jahren in
Deutschland. Sie arbeitet für den Weltladen „Unterwegs“ in
Mainz und ist dort in der Kinder- und Jugendbildung tätig.
Frau Heredia hat selbst als Kind sowohl in der
Kaffeeproduktion als auch in einer „Maquila“, einer Nähfabrik,
gearbeitet. Sie hat die „Stärkung von Kinderrechten durch den
Fairen Handel“ in den Mittelpunkt ihres Vortrags gestellt.
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| Frau Susanne
Arens, 27 Jahre, stellte das Projekt „DAMNOEK TOEK“
in Poipet (Kambodscha) vor. Der Fokus ihres Beitrages lag auf
den „Lebenssituationen von aus Kinderhandel zurückgeführten
Kindern“. Frau Arens verbrachte im Jahr 2003 sechs Monate in
Kambodscha, davon 3½ Monate im Projekt. Zur Zeit steht sie
kurz vor Abschluss des Studiums der
Erziehungswissenschaften. |
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Herr Christian Tangen, 21
Jahre, hat über ein Jahr in dem Kinderarbeiter-Projekt
H.E.L.G.O. e.V. in Kalkutta (Indien) mitgearbeitet. Während
der Schultour hat er „Bildung als Lösung des Kreislaufes
Armut- Kinderarbeit- Überbevölkerung“ thematisiert. Herr
Tangen ist erst vor wenigen Monaten aus Indien zurückgekehrt
und ist momentan ehrenamtlich tätig. |
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Sowohl Susanne Arens als auch Christian Tangen leben in
Hannover und sind schon seit längerer Zeit bei JANUN e.V.
ehrenamtlich engagiert. Zur Zeit sind beide u.a. im
„Augenzeugen-Projekt“ des JANUN-Regionalbüros aktiv. Dort
haben sie bereits Gelegenheit, Erfahrungen mit Vorträgen bzw.
der Arbeit mit Schulklassen zu sammeln.
Die
Koordination |
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Izarbe García Sánchez und Chrissie Bantle
haben gemeinsam die Schultour organisiert. Izarbe beschäftigte
sich mit der Hauptkoordination und Chrissie hat an der
Koordination und Begleitung der Schultour teilgenommen. |
| Chrissie, 26,
koordiniert seit Februar 2004 das landesweite Projekt
"KonsuMensch" bei JANUN e.V., das Jugendliche für die
Zusammenhänge zwischen Konsum und Globalisierung
sensibilisieren soll. Das wichtigste Mittel dafür sind
konsumkritische Stadtführungen, die im Projekt engagierte
Jugendliche mit Schulklassen und anderen Jugendgruppen
durchführen. Der Projektschwerpunkt des Jahres 2005 war die
Schultour. |
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Izarbe, 24, kommt aus
Murcia (Südosten Spaniens) und arbeitet seit dem 1. Februar
2005 für ein Jahr als europäische Freiwillige bei JANUN e.V.
durch das Programm JUGEND (YOUTH Programme/ Programme
JEUNESSE) der Europäischen Kommission. Sie hat sich
hauptsächlich mit der Koordination der Schultour beschäftigt
und hat dabei auch die Übersetzung vom Spanischen ins Deutsche
von Frau Borja de Bazán übernommen. |
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Die Termine -
oder wann war die Schultour 2005 in deiner Schule? |
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Dienstag, 20.9.
Mittwoch, 21.9.
Donnerstag, 22.9.
Freitag, 23.9.
Montag, 26.9.
Dienstag, 27.9.
Mittwoch, 28.9.
Donnerstag, 29.9. |
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Kontakt:
Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen - JANUN e.V., Izarbe Garcia
Sanchez, Koordination "KonsuMensch-Schultour 2005", T: 0511 -
39 45 45 3 / 1, Mail |