WPU UNESCO 2006 - GHANA |
Wasser, Sonne und Geld – Erkundungen in Ghana – ist der Titel eines Theaterstückes, welches das PANTheater aus Hamburg am 4. und 5. Dezember 2006 im Hainberg-Gymnasium aufgeführt hat..
Sascha, Jg.9: Am besten fand ich die Szene mit dem Geschäftsmann und der verdurstenden Frau, weil dort am deutlichsten wird, dass Wasser sehr wichtig ist.
Steffen, Jg.9: Die Szene, in der der dicke Mann duscht und plötzlich kein Wasser bekommt, fand ich sehr interessant und gleichzeitig witzig.
Sabine, Jg.9: Durch die Dias bekam man viele neue Eindrücke von Afrika und außerdem waren die Bilder sehr schön.
Moritz, Jg.9: Die Rolle der Frau war zunächst undurchsichtig. Man erkannte aber schließlich, dass sie vermutlich das Gewissen des Mannes darstellen wollte.
Marc, Jg.9: Besonders gut fand ich die Szene, wo sich der Tourist und die Einheimische am Strand unterhalten.
Maren, Jg.12: Gut hat mir auch gefallen, dass Interviews im Original abgespielt wurden, wir das passende Dia sahen und „der Dicke“ so tat, als ob das Gespräch jetzt laufen würde.
Lena, Jg.9: Der Mann mit den Locken hat Pepp rein gebracht durch seinen Tanz.
Lena, Jg.8: Ich fand die Szene beeindruckend, in der die Frau durch die Wüste wandert und dann ein Mann kommt, der Wasser in Flaschen verkauft. Sie fragt nach dem Fluss und er sagt - verkauft! Ich finde es gut, dass dieses Thema angesprochen wird und finde es erschreckend, dass so etwas passiert.
Patrizia, Jg.8: Beeindruckend fand ich die Szene wo die Frau zu schwach war, eine Wasserflasche zu öffnen, denn dort sieht man, dass wir Wasser im Überfluss haben und dort Menschen verdursten.
Onyeka, Jg.8: Am eindrucksvollsten fand ich die Szene über die Behindertenschule mit den Kindern, die man so leicht glücklich machen konnte. Insgesamt fand ich die Problematik in Ghana sehr, sehr gut dargestellt.
Linda, Jg.8: Bei diesem Theaterstück hat man gemerkt, dass es eins für Erwachsene ist. Ich habe es nicht gut verstanden und es somit als langweilig empfunden
Mascha, Jg.12: Ich fand es interessant das Pantheater kennen gelernt zu haben. Allerdings haben mir ein paar Hintergrundinformationen gefehlt….Ich würde das Stück insgesamt etwas kürzen. … Ich kann mir vorstellen, dass viele Schüler keine Zeit mehr hatten, um sich nach der Veranstaltung noch mit den Schauspielern zu unterhalten und offene Fragen zu klären.
Liane, Jg. 12: Am besten jedoch, gefiel mir die Darstellung der Frau im Hintergrund, die, wie ich verstand, das Gewissen des Reisenden und die Verantwortung, die die Menschheit in Zukunft übernehmen sollte, darstellte. Durch diese Darstellung bekam das ganze Theater einen rundlichen Charakter und wirkte nicht nur, durch die angeworfenen Bilder, wie ein Diavortrag, sondern wie ein kleines Stück Wirklichkeit. Somit war ich positiv überrascht, Theater auch ein Mal auf eine andere Weise kennen zu lernen.
Dania, Jg. 12: ... trotzdem war die Frau, die denke ich das Gewissen verdeutlichen sollte, in ihrem Auftreten meistens irritierend, so dass ich mich eigentlich eher gefragt habe, was der Sinn dieser Art von Aufführung sein soll und mich nicht auf das konzentrieren konnte, was sie eigentlich ausdrücken wollte. Daher hätte ich diesen Teil weggelassen oder in der Hinsicht geändert, dass das Mysteriöse und Geheimnisvolle verändert wird in Klarheit und Sicherheit.
Lisa, Jg. 12: Doch da es ständige Wechsel der Szenen gab, wäre es meiner Meinung nach gut gewesen einen Menschen mehr im Stück zu integrieren, der die Zwischenansagen macht (was hier der Schauspieler übernommen hat). Was auf jeden Fall berücksichtigt werden sollte, ist, dass das Stück eindeutig nicht für Schüler der neunten Klasse geeignet ist, ich denke die Problematik die aufgezeigt werden soll, ist für die meisten Neuntklässler noch ein wenig zu schwer zu verstehen. Insgesamt hat mich das Stück aber doch sehr zum Nachdenken angeregt und war teilweise sehr hart und schockierend, was mir gut gefallen hat.
Lea, Jg.12: Die Aufführung des Pantheaters ist in sich stimmig, so dass ich trotz angesprochener Kritikpunkte keine Veränderungen vornehmen würde, denn selbst das zum Teil spöttische Gelächter des Publikums über den Bierbauch des Hauptdarsteller schien eingeplant, um zu gegenseitiger Be-Achtung aufzurufen. Würden also ähnliche Teile verändert oder gar aus der Aufführung entfernt, würde sie an Aussagekraft verlieren. Das Hainberg Gymnasium als Veranstalter sollte meiner Meinung nach die Inszenierung für wesentlich kleinere Gruppen organisieren, da nur so der appellhafte Charakter aufgrund des persönlicheren Rahmens Wirkung zeigen kann.

Die Schauspieler des PANTheaters stellten die besondere Bedeutung des Wassers für die Menschen in bemerkenswerter Form dar. Insbesondere die Klangeffekte faszinierten die Zuschauer sehr. Auch die Szenen, in denen reale Interviews mit Dias veranschaulicht wurden, beeindruckten die Zuschauer. Insbesondere eine Szene hat viele Schülerinnen und Schüler nachdenklich gemacht. Dort begegnen sich im Norden Ghanas eine Verdurstende und ein Businessman. Der Fluss wurde privatisiert und eingezäunt. Anfangs will er ihr eine Wasserflasche verkaufen, schließlich schenkt er ihr aber eine Wasserflasche, die sie aber nicht mehr öffnen kann, sondern stattdessen verdurstet.
Insgesamt wurde das Thema in beeindruckender Weise präsentiert. Damit Schülerinnen und Schüler aber nicht durch die anspruchsvolle Inszenierung überfordert werden, sollte die untere Altersgrenze bei Jahrgang 10 festgelegt werden. Für die Theatergruppe bleibt auch zu überlegen, ob sie für Schulvorstellungen nicht eine Kürzung vornehmen kann, um dem Doppelstundentakt im Schulalltag Rechnung zu tragen. Die Rückmeldung der Kolleginnen und Kollegen, die die Veranstaltung mit ihren Lerngruppen besucht haben, war ausnahmslos positiv, so dass dies sicherlich der Auftakt für weitere Theaterveranstaltungen mit dem PANTheater war. Herzlichen Dank!
Monika Kleineberg, UNESCO-Koordinatorin am Hainberg-Gymnasium in Göttingen,
18.12.2006
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