"Hinsehen - Standpunkte zum Thema Menschenrechte" |
„Wenn wir in den Himmel kämen, müssten wir donnern helfen…“
Und wie es gedonnert hat!
37 Schülerinnen und Schüler traten am 30.1. eine Zeitreise in die Epoche des Vormärz an und begeisterten damit im Alten Rathaus zu Göttingen ein großes Publikum
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Hinsehen – Thema Menschenrechte“ präsentierten Oberstufenschüler ein schulübergreifendes Projekt, an dem zwei 12er-Deutschkurse des Gymnasiums Uslar und des Hainberg-Gymnasiums Göttingen teilnahmen. Unter der Leitung von Kathrin Kirchner und Elisabeth Brinkmann beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Zentralabiturthema Vormärz. Dabei entstanden abwechslungsreiche, witzige, beeindruckende Präsentationen zu Heine, Fallersleben, B. v. Arnim, Nestroy, Marx/Engels und Louise Aston. Bei den sehr unterschiedlichen und kurzweiligen Darbietungsformen (z.B. szenische Dialoge, Power-Point-Präsentationen, Steckbrettern, Rollenbiografien) war nicht auszumachen, wer von welcher Schule kam – so eng verzahnt sieht man Stadt und Land gerne. Ein gut gelaunter ‚Büchner’ samt Freund führten informativ und beschwingt durch den Nachmittag. Abgerundet wurde die Veranstaltung außerdem durch Lieder des Vormärz, die mitreißend und stimmungsvoll von B. Homeyer (Gesang, Gitarre) und C. Günter (Tenorbanjo, Mandoline) interpretiert wurden.
Von einer zigarrenschwingenden Louise Aston in Männerkleidung, über einen kämpferischen Heine zu einem flugblattverteilenden, impulsiven Marx gelang es den Schülern das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Menschenrechte aus einer anderen Perspektive – ein sehr gelungener Nachmittag.
Andrea Wendt (amnesty international, Göttingen)
|
|