WPU UNESCO: Aktionstag von "terre des hommes" am 20. November 2007 |
In Göttingen haben 23 Schülerinnen und Schüler des Hainberg-Gymnasiums (Wahlpflichtkurs UNESCO, Jahrgang 8) Schuhe geputzt, Papiertaschen verkauft und einen Info-Stand am Alten Rathaus errichtet. Ziel der Aktion war es, auf die Situation der Straßenkinder aufmerksam zu machen und Spenden für Straßenkinderprojekte zu sammeln.
Erfahrungsberichte:
Hannah P. und Tabea B.
Am Anfang der Aktion sind wir mit den Flyern herumgegangen, um die
Leute zu informieren und bemerkten, dass viele von ihnen gleich etwas spenden
wollten. Deswegen holten wir uns eine Spendendose und gingen weiter herum.
Die Leute, die wir ansprachen reagierten unterschiedlich: Manche ignorierten
uns oder sagten, dass sie keine Zeit hätten. Andere waren an unserer Aktion
interessiert, ließen sich informieren und spendeten etwas. Mit einigen
unterhielten wir uns über die Kinder in anderen Ländern. Eine Frau hat ein
Patenkind in Indien, das dank ihr jeden Tag etwas zu essen hat. Eine andere
Frau spendete zwar aber sie kümmert sich eigentlich um Kinder in Deutschland,
weil sie meint, dass auch diese Hilfe brauchen und oft vergessen werden. Die
meisten Leute waren sehr hilfreich.
Gesine G., Nina C., Janne B. und Anna D.
Wir haben sehr viele Passanten angesprochen und die Reaktionen waren unterschiedlich. Einige gingen einfach an uns vorbei oder sagten "kein Interesse". Aber es gab auch viele interessierte Passanten, die Flyer mitgenommen oder Geld gespendet haben. Uns ist aufgefallen, dass vor allem Eltern mit ihren Kindern immer gespendet haben! Trotz einiger unerfreulicher Leute war dieser Tag eine schöne, neue Erfahrung!
Die drei lustigsten Passanten:
Eine ältere Dame, die vermutlich schwerhörig war, hörte uns erst interessiert zu und meinte dann, sie würde abends nicht rausgehen.
Ein Mann, den wir angesprochen hatten, duckte sich und schlängelte sich an uns vorbei.
Eine Frau, die uns auch Geld gab, meinte wir wären viel zu freundlich und schüchtern.
Thorben G., Jorge F. und Johannes B. (Schuhputzer)
Manchmal waren die Leute freundlich, doch die meisten haben einen großen Bogen um uns gemacht oder haben unfreundliche Antworten gegeben. Außerdem haben wir sehr gefroren. Spaß gemacht hat es aber trotzdem. Wir haben sogar Leute getroffen, die bei Terre des hommes ehrenamtlich tätig sind.
Friederike G. und Femke M. (Bauchladenverkäuferinnen)
Es hat uns viel Spaß gemacht, da wir uns für Straßenkinder einsetzen konnten. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir ignoriert wurden oder dass uns aus dem Weg gegangen wurde. Viele Leute hatten eine Ausrede, wie 'kein Kleingeld" oder 'keine Zeit". Uns ist aufgefallen, dass gerade Mütter oder ältere Menschen spendeten. Auch jüngere Leute spendeten aber nur wenige. Insgesamt haben wir gelernt, wie schwer es Straßenkinder haben.
Sebastian B., Vincent H. und Murat K.
Wir haben Spendengelder gesammelt. Also wir fanden es eigentlich richtig gut. Es war etwas erschreckend zu sehen, wie manche Menschen reagiert haben. Manche sagten "Hau ab", "Lass mich in Ruhe" oder es kamen schräge Blicke. Wenn Leute auf der Bank saßen, sagten sie, dass sie keine Zeit hätten. Es hat aber auch Spaß gemacht, wenn die Leute uns zugehört haben und interessiert waren. Wir haben einige Menschen über das Wesentliche informiert.
Pauline C. und Jessica H. (Infostand)
Es gab viele Passanten, die sehr unfreundlich waren, sie sagten z. B.: "Es gibt wichtigeres als Kinder" oder "Lasst mich in Ruhe, mich haben schon eure Freundinnen angesprochen!" oder "Sehe ich so aus, als ob ich Geld hätte?" Aber manche waren auch sehr freundlich! Manche sagten "Ich komme gleich wieder", kamen dann aber doch nicht wieder. Es hat uns gefallen, weil wir gemerkt haben, wie es ist, wenn man ein Straßenkind ist, weil die Leute einen ignorieren, und/oder dumm anmachen! Wir können uns jetzt ein bisschen mehr in die Lage eines Straßenkindes versetzen! Es ist gut, dass wir diese Aktion gemacht haben, weil wir damit die Projekte von Terre des hommes unterstützen können. Damit haben wir vielleicht geholfen, dass manche Kinder in die Schule gehen können oder weniger Hunger haben.
Gesa B. und Alina P. (Bauchladenverkäuferinnen)
Wir haben viele Leute gefragt, ob sie etwas kleines aus unserem Bauchladen haben wollen oder einfach nur für Straßenkinder auf der Welt spenden wollen. Am Anfang waren unsere Erfahrungen eher negativ, da die meisten Leute uns entweder ignoriert haben oder einfach keine Zeit hatten. Nach einiger Zeit sind die Leute öfter stehen geblieben, weil wir erwähnt haben, dass das Geld an Terre des hommes geht, denn viele Leute wussten, dass Terre des hommes eine gute Organisation ist und haben so viel und gerne gespendet.
Insgesamt hat uns diese Aktion sehr gut gefallen, aber die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Jetzt wissen wir, wie schwer es ist auf der Straße an Geld zu kommen.
Raghda L., Malte A. und Larry. K.
Die Aktion "Straßenkind für eine Tag" hat uns sehr viel Spaß gemacht. Erst fiel es uns sehr schwer, denn wir wussten nicht wie wir die Leute ansprechen sollten. Doch dann nach dem vierten mal, wussten wir , wie man es macht. Aber es ist eine sehr interessante Sache sich in Straßenkinder zu versetzen. Denn so haben wir gemerkt, wie schwer es den Straßenkindern in den armen Ländern fällt, irgendwelche fremden Leute anzusprechen. Manche Passanten kamen mit der "Ausrede": Wir haben einen Arzttermin! Wir haben keine Zeit! Wir haben kein Geld!
Doch es gab auch sehr viele, die das so gut fanden, dass wir uns für so etwas einsetzen. Deshalb haben sie uns eine Spende gegeben. Wir sind mit den Dosen, Flyern und Tüten von Terre des hommes herumgegangen. Die Flyer und Tüten haben wir verteilt und den Passanten ein paar Infos darüber gegeben. Mit den Dosen haben wir Spenden eingesammelt. Wir haben auch Leute getroffen, die Frau Kleineberg und Herrn Irmscher kannten und/oder die schon die ganze Aktion kannten und besonders interessiert waren.
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