WPU UNESCO: Aktionstag von "terre des hommes" am 20. November 2007

 

Schüler putzen Schuhe für Straßenkinder
 

Bundesweiter Aktionstag von „Terre des hommes“ / „Die Kinder sollen nicht nur reden“

„Straßenkind für einen Tag“: Unter diesem Motto stand der gestrige Aktionstag der Hilfsorganisation „Terre des hommes“ zum Thema Straßenkinder. Schüler des Göttinger Hainberg-Gymnasiums und der Carl-Friedrich-Gauß-Schule Groß Schneen putzten Schuhe, verkauften Zeitungen, informierten über das Leben der Straßenkinder und sammelten Spenden.
 

Groß Schneen (afu). Es ist kalt. Die Wangen von Swantje Olschewski und Melissa Bode aber glühen. Wie ihre Mitschüler der Klasse 6c der Karl-Friedrich-Gauß-Schule auch, haben sie sich blaue Müllsäcke mit der Aufschrift „Tag der Straßenkinder 2007“ über die wärmenden Winterjacken gestülpt und wuseln mit einer scheppernden Sammelbüchse über den Parkplatz des Rewe-Marktes. „Wir sammeln Spenden für Straßenkinder in Afrika“, sagt Melissa keuchend.
Kindern aktiv helfen
Mit dem Einsammeln von Geldern allein ist es aber nicht getan. „Die Kinder sollen nicht nur reden, sondern sich auch in die Situation der Straßenkinder hineinversetzen“, erklärt Lehrerin Bärbel Lübbecke Sinn und Zweck der Aktion. Somit führen die Schüler auch typische Arbeiten von Straßenkindern aus. Sie putzen Schuhe, verkaufen Zeitungen und selbst gebastelte Windlichter. Auch Ketten aus Afrika, Handy-Socken, kleine Überraschungspakete und Kuchen gehören zum Angebot der Sechstklässler, die sich bereits im Unterricht mit dem Thema Straßenkinder und Kinderrechte befasst haben.
„Das alles bieten wir den Leuten für eine kleine Spende an“, erzählt Swantje. „Wir erklären ihnen, dass die Straßenkinder in ärmlichen Verhältnissen leben und nicht so reich sind wie wir.“ Das mache großen Spaß, weil man den Kindern aktiv helfen könne. Allein, nicht alle Leute spenden etwas. „Manche sagen, wir sollten lieber für deutsche Kinder sammeln“, meint Swantje. „Denen sagen wir dann, dass es den Kindern in Afrika doch noch viel schlechter geht.“

Göttinger Tageblatt, 21.11.2007