WPU UNESCO 2009 - MEXIKO, GHANA und BRASILIEN

 

Kakao - Auf den Wegen zur Schokolade ist der Titel eines Theaterstückes, welches das PANTheater  aus Hamburg am 9. und 10. Februar 2009 im Hainberg-Gymnasium aufgeführt hat.

 

Erkundungen in Mexiko, Ghana und Brasilien!
Ein dokumentarisches, multimediales und lehrreiches Theaterstück, genussvoll und schmerzlich, durch bittere Himmel und süße Höllen bis zum fairen Handeln.

Das PANTHEATER hat auf Erkundungsreisen in Mexiko, Ghana und Brasilien:
 

Bilder und Geräusche, Tatsachen und Stimmungen,
Geschichte und Geschichten vom Kakao gesammelt,
von seiner Herkunft aus Amerika, von der Reise nach Afrika
von Moctezuma und Cortez, von Malinche und Tetteh Quarshie,
von Fürsten und Eroberern, von Obersten und Sklaven,
von Banden und Banditen, von der Macht und dem Trost,
von Karies und Fettsucht, vom Genießen und Konsumieren,
von der Armut und vom Helfen, von der Würde und dem Stolz
und vom Vergnügen am fairen Handeln, beiderseits und allseits.

Das Pantheater Hamburg sind: Annabell Andreas, Andres Krug Danto, Michael Leye

 

 

WPU UNESCO – 8. Jahrgang  - Interview mit Rosa, Holle und Christina (mp3)

 

Rosa

Ich fand es gut, dass die Schauspieler ihr Theaterstück nicht einfach so gespielt haben, sondern auch Bilder zum Thema Kakao gezeigt haben. Zum Beispiel haben sie Bilder gezeigt, wie eine Kakaopflanze im Regenwald wächst.

Außerdem gab es mehrer Szenen, wo ein Mädchen interviewt wurde. Sie heißt Kimberly und wohnt in einem Dorf, wo sehr viel Armut herrscht. Ich glaube, dass ihr Leben ausdrücken sollte, dass auch arme Menschen, glücklich sein können.

Insgesamt fand ich das Theaterstück gelungen.

Holle

Mir hat die Mischung aus Theater, Musik, Bildern/Videos und Interviews gut gefallen. Die unterschiedlichen Medien wurden gut und geschickt miteinander verbunden. Am besten gefallen haben mir die Theaterstückchen, da sie die Geschichte verdeutlicht haben.

Moctezuma, Malinsche, der Spanier, seine Sekretärin, … Sie alle waren gut gespielt, so dass man sich gut in die Szene hineinversetzen konnte und alles verstand. Das gesamte Theaterstück war sehr gut gespielt und mir hat es sehr gefallen.

Christina

Besonders schön fand ich das Interview mit Kimberley. Meiner Meinung nach war ihre Bescheidenheit bewundernswert. Für uns sind feste Häuser nichts besonders, doch sie betrachtete es anders.

Die Bilder aus dem Regenwald waren faszinierend. Man konnte sehen, dass der Regenwald viele unberührte Pflanzen und Blüten hatte – eine Artenvielfalt, die nicht zerstört werden darf. Ursprünglich ist der Kakao ein wildes Gewächs aus dem Regenwald.

Insgesamt hat man bemerkt, dass der Kakao oft nicht fair gehandelt ist. Die Arbeiter, die die Kakaopflanze anpflanzen, bekommen oft nicht genug Geld, doch die Fabriken erhalten viel Geld.

Feras

Ich fand die Aufführung gut, weil die Akustik und Technik gut war. Das mit den Bildern fand ich auch gut, weil es sonst sehr langweilig wäre. Was ich nicht so gut fand, dass nur drei Personen gespielt haben.

Natalie

Mir gefiel es sehr, dass in dem Theaterstück auch Bilder gezeigt wurden, denn dadurch konnte man sich einiges besser vorstellen. Es war einfach, dass es nicht nur in unserer Fantasie, sondern auch auf der Bühne zu sehen war. Außerdem gefiel mir, dass die Bilder, die gezeigt wurden, echt waren und die Reise auch tatsächlich erlebt worden war.

Amelie

Mir hat das Theaterstück ganz gut gefallen, nur manche Sachen fand ich ein bisschen komisch. Die Bilder, die gezeigt wurden, fand ich gut, weil ich finde, dass man dadurch einen besseren Eindruck in die Kakaogeschichte bekommen hat.

Das mit der Kuh habe so verstanden, dass die Kuh sozusagen für die Milch steht, die man braucht um Milchschokolade herzustellen.

Allerdings fand ich die Fotos, die man von der geschlachteten Kuh gesehen hat, nicht schön, sondern ganz schön eklig. Aber ich denke mal, dass das Bild gezeigt wurde, damit uns klar wird, dass das auch in Wirklichkeit so war. Manches fand ich in dem Theaterstück ein bisschen schwer zu verstehen, auch wegen der vielen Rollenwechsel.

Marius

Ich fand das Stück sehr gut, da die einzelnen Figuren sehr gut gespielt wurden und trotz der kleinen Bühne man sich sehr gut in die Geschichte hineinfinden konnte. Die Geschichte des Kakaos wurde uns außerdem sehr gut übermittelt. Außerdem fand ich den Mix mit den Fotos und Videos durch den Beamer sehr gut. Man konnte sich noch besser die Situation der Menschen hineinfinden.

Niklas

In dem Theaterstück haben und drei Schauspieler, die ständig ihre Rolle gewechselt haben, die Geschichte des Kakaos näher gebracht. Sie haben es uns in einer Mischung zwischen Bildern, Interviews und Schauspielerei erzählt! Ich fand gut, dass sie uns andere Kulturen und die Verwendung des Kakaos näher gebracht haben!!!

Serda

Das Theaterstück war gut. Man konnte sich gut in die einzelnen Situationen und Menschen hineinversetzen. Mit den Bildern haben sie die Situation gut veranschaulicht. Durch die Bilder musste man sich nicht alles vorstellen und konnte sich besser konzentrieren. Was ich an dem Stück nicht verstanden habe, war die tote Kuh, die sie gezeigt haben.

Sanja

Mir gefiel an dem Theaterstück, dass Bilder gezeigt wurden, so konnte ich mir einiges besser vorstellen. Gut fand ich auch, dass Interviews vorgestellt wurden und dass die Bilder wirklich vor Ort gemacht worden waren und nicht aus em Internet gezogen waren. Trotz der kleinen Bühne und weniger Gegenstände konnte man gut nachvollziehen, was passierte.

Rabea

An sich fand ich das Theaterstück gut. Besonders die Mimik war immer sehr lustig, was zu dem informativen Teile eine gute Abwechslung war. Allerdings fand ich generell, dass die Infos sehr gut rüber gebracht wurden. Durch die Bilder, Interviews und die Musik, konnte man alles besser verstehen und auch nachvollziehen. Die Informationen waren auch auf das begrenzt, was interessant war und es kam nichts zweimal vor, so dass es langweilig wurde.

Allerdings war das Stück teilweise, durch die schnelle Änderung der Rollen, etwas verwirrend. Manchmal war es dadurch etwas schwer mitzukommen und genau zu verstehen. Einige der Bilder waren auch etwas verwirrend, weil es manchmal schwer war den Sinn zu verstehen.

Jana

Ich fand gut, dass ihr die Geschichte mit den Bildern vervollständigt habt. Das war eine gute Idee. Mit den Bildern konnte ich mir das alles noch besser vorstellen. Vor allem weil ihr immer viele Themen auf einmal geschrieben habt. Damit meine ich, dass ihr ziemlich viele Geschichten auf einmal erzählt und den Übergang von einem zum anderen Thema nicht gut erzählen konntet.

Z.B. wenn ich eine Minute nicht aufgepasst habe, war es für mich dann schwer wieder in die Geschichte „reinzukommen“. Die Bilder haben dabei zwar geholfen, aber es war trotzdem schwierig. Was auch gut war, waren die Interviews, mit denen wurde die Geschichte anschaulicher. Was ich nicht so gut fand, war dass die Schauspieler manchmal etwas übertrieben geschauspielert haben. Im Großen und Ganzen war aber ein gutes Theater!

Mona

Ich fand die Szene mit dem Interview von Kimberly aus Ghana gut, weil sie aus ihrer Sicht erzählt hat wie wichtig ihr der Kakao ist und man gemerkt hat, wie stolz die meisten Menschen in Ghana darauf sind, dass sie so viele Kakaoplantagen haben und Kakao in die ganze Welt liefern.

Ich fand auch das Interview mit dem Straßenkind aus Südamerika sehr interessant, weil man so auch mal aus einer ganz anderer Perspektive sieht, wie viel solche Menschen vom Kakao mitkriegen und dass sie dadurch nicht profitieren. Nicht so gut fand ich ein paar von den zwischen drin gespielten Szenen, weil die Zusammenhänge manchmal schwer zu verstehen waren.

Kaja

Ich kann mich noch an den Filmabschnitt mit der geschlachteten Kuh erinnern. Ich fand es irgendwie merkwürdig aber auch interessant zu sehen, wie so etwas ein einem Land wie Brasilien gemacht wird. Vielleicht war diese Szene dabei, um zu zeigen, wie schwer es ist allein einer Kuh ein Ohr abzuschneiden, geschweige denn einem Menschen das Herz herauszureißen. Dann kann ich mich noch an das dunkelhäutige Mädchen namens Kimberly erinnern. Es war zwar interessant aber auch ein bisschen langweilig von diesem Mädchen, das ein par Jahre in Deutschland gelebt hatte und dann nach Ghana, in seine Heimat zurückgezogen ist, zu hören wie sie es fand in Ghana und die Kakaoplantagen.

Ich fand den Anfang des Theaterstückes ziemlich langweilig, da man überhaupt nicht verstanden hat, worum es ging und es einem ziemlich merkwürdig vorkam. Es war auch sehr verwirrend, da ich auch nachdem das Theaterstück zu Ende war, nicht verstanden habe, was das sollte.

Die Schauspieler vom PANTheater nahmen die Schülerinnen und Schüler in bemerkenswerter Weise auf eine Reise nach Brasilien, Mexiko und Ghana mit. Viele Szenen, in denen reale Interviews mit Dias veranschaulicht wurden, beeindruckten die Schülerinnen und Schüler sehr. Insbesondere die Szene, in der eine Familie am Flussufer eine Kuh geschlachtet hat, machte viele Schülerinnen und Schüler nachdenklich.

Insgesamt wurde das Thema in beeindruckender Weise präsentiert. Die Rückmeldung der Kolleginnen und Kollegen, die die Veranstaltung mit ihren Lerngruppen besucht haben, war ausnahmslos positiv. Herzlichen Dank!

Im Anschluss an die Vorführung am Dienstag wurde für zwei Schulstunden ein Theaterworkshop angeboten. Die Resonanz darauf war umwerfend. Es nahmen 50 Schülerinnen und Schüler teil, die über den gesamten Zeitraum konzentriert, motiviert und engagiert dabei waren. Am Ende der Doppelstunde präsentierten die drei Teilgruppen eine kleine Szene aus dem Stück. Die Schauspieler und sicherlich auch viele Schülerinnen und Schüler hätten sich gewünscht noch mehr Zeit zu haben, um anschließend ausführlich mit der Gesamtgruppe, aber auch den jeweiligen Kleingruppen über die Szenen zu sprechen. Doch auch so ist dieser Vormittag sicherlich vielen Schülerinnen und Schülern noch lange im Gedächtnis.

Monika Kleineberg, UNESCO-Koordinatorin am Hainberg-Gymnasium in Göttingen, 18.02.2009