Kokaspur von H.-Martin Grosse-Oetringhaus

Erzählt wird die Geschichte der etwa zwölfjährigen Marilin, die mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Bolivien zwischen Santa Cruz  und Cochabamba wohnt. Die Familie lebt vom Mais- und Bananenanbau. Da dies finanziell nicht viel einbringt und die Familie trotz täglicher harter Arbeit in Armut leben muss, bedrängt Marilins Bruder Loernzo den Vater ständig, doch Coca anzubauen und sich für einen Weg aus der Armut zu entscheiden. Da der Vater sich darauf nicht einlassen will, verlässt Lorenzo die Familie und geht nach Cochabamba, um auf eigene Faust Geld zu verdienen. In Cochabamba gerät er in illegale Geschäfte mit Coca bzw. Kokain.

Lorenzo wird allerdings bald bei einer Razzia verhaftet und kommt in ein staatliches Internierungslager. Marilin, durch die Entscheidung ihres Bruders ermutigt, wendet sich ebenfalls bald von ihren Eltern ab und folgt ihrem Bruder in die Stadt. In der Stadt findet Marilin Freunde, Straßenkinder, bei denen sie vorerst leben kann und die ihr bei der Suche nach ihrem Bruder helfen wollen. Später ist bei der Suche noch der deutsche Journalist Senor Aleman und ein Pater behilflich, der sich für benachteiligte in der bolivianischen Gesellschaft einsetzt. Schließlich spüren sie Lorenzo in einem staatlichen Gefängnis auf, in dem die Gefangenen unter militärischer Aufsicht Coca zu Kokain verarbeiten müssen.

Bolivienkiste

JUEGO DE TITERES DE DEDO (Fingerpuppen)
ZAMPOÑA MALTA (Panflöte)
MALETIN DE CUERO (Schultasche aus Leder)
WIPHALA als Symbol der indigenen Bevölkerung
BALSA DE TOTORA (Schilfboot vom Titicacasee)

Bolivien, wird von zwei großen und weit auseinander liegenden Ketten der Anden durchzogen, deren Höhe bis über 6.500 m reicht (Sajama 6.542 m, Illimani 6.462 m). Dazwischen liegt das zentrale Hochland, das 3.000 bis 4.000 m hohe Altiplano. Zwischen dem Ostabhang der Anden und dem Ostbolivianischen Bergland erstrecken sich die Yungas in einer Höhe zwischen 1.200 und 1.800 m ü. NN. Der flächenmäßig größte Teil Boliviens sind die Llanos, die sich vom Ostbolivianischen Bergland bis an die Grenzen nach Brasilien und Paraguay erstrecken. Dieses nur äußerst dünn besiedelte tropisch-heiße Tiefland untergliedert sich in die trockenen Savannen des Gran Chaco und die tropischen Regenwaldgebiete Amazoniens. Inmitten des Altiplano liegt der Titicaca - See, einer der höchstgelegenen Seen der Erde. Dieser Facettenreichtum bietet die Möglichkeit, sich auch im Unterricht auf unterschiedlichste Weise diesem so fremden und fernen Land und seinen Menschen zu nähern.

 

Die "Bolivien-Kiste" ermöglicht es, mit Schülerinnen und Schülern auf eine spielerische und entdeckende Art, viel Wissenswertes über diesen Andenstaat zu erfahren und zu erleben.

Hintergrundinformationen: Zwei Reiseführer und aktuelle Zeitschriften mit Berichten und Analysen bieten Hintergrundinformationen für Lehrerinnen und Lehrer sowie für höhere Schulklassen.Länderbroschüren:  Deutsche Welthungerhilfe, ADVENIAT, Diözese Hildesheim

Anschauungsmaterial: Ein wunderschöner Bildband über Bolivien sowie eine Fotomappe zeigen beeindruckende Bilder aus dem Land. World Travel Map: Brazil&Bolivia 1:5.000.000

Unterrichtseinheiten: Die „Kokaspur“ im Unterricht. Eine Welt in der Schule Heft 3 / September 1997

Kinder- und Jugendbücher: Vorleseheft  "Jetzt will ich Dir erzählen…", über ein kleines bolivianisches Mädchen. „Kokaspur“ von H.-M. Oetringhaus, die Geschichte der etwa zwölfjährigen Marilin, die mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf zwischen Santa Cruz  und Cochabamba wohnt.

Handlungsorientiertes Material: Für den handlungsorientierten Unterricht befinden sich, Rezepte, Anleitungen zu Spielen und Liedern, eine Schultasche mit original bolivianischen Schulbüchern, eine Zampoña (Panflöte), zwei Tarca (Flöten), Chapchas, Schilfboot vom Titicacasee, 2 Alpacamützen und ein Lederbeutel mit Awayo – Applikation sowie weitere Alltagsgegenstände in der Kiste.

Lern-Spiele: Zwei Puzzle, ein Tic Tac Toe, ein Mensch-ärgere-dich-Nicht-Spiel und verschiedene Klimadiagramme mit einer Landkarte sollen einen spielerischen Zugang ermöglichen.

Audiovisuelle Medien: Musik -CDs der Gruppen „Los Masis“ und ”Los Kjarkas”. Sowie eine DVD mit verschiedenen Dokumentationen über Bolivien (mit Begleittext).